So funktioniert ein GiroCode (EPC-QR-Code)
Der Code enthält einen kurzen Text, den der European Payments Council in seiner Richtlinie EPC069-12 für SEPA-Überweisungen festgelegt hat. Er besteht aus bis zu zwölf Zeilen, getrennt durch Zeilenumbrüche: BCD, die Version 002, der Zeichensatz 1 für UTF-8, der Dienst SCT, der optionale BIC, der Name des Empfängers (bis 70 Zeichen), die IBAN, der Betrag als EUR12.50, ein Zweckcode, der leer bleibt, entweder eine strukturierte Gläubigerreferenz oder ein freier Verwendungszweck (bis 140 Zeichen) sowie ein Hinweis an den Zahlenden (bis 70). Leere Zeilen am Ende entfallen, und der gesamte Inhalt bleibt innerhalb von 331 Byte, wie es die Richtlinie verlangt.
Banking-Apps in Deutschland und Österreich kennen dieses Format als GiroCode, in den Niederlanden und Belgien als EPC QR, in Finnland als Zahlungs-QR-Code; unterstützt wird es außerdem in Luxemburg, Italien, Estland, Lettland und Litauen. Der Zahlende öffnet die App, wählt „Überweisung scannen“ oder „fotografieren“, und Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck erscheinen im Überweisungsformular. Er prüft die Angaben und gibt die Überweisung wie gewohnt frei. Der Code ist statisch: Er enthält nur diesen Text, kein Konto und keinen Zahlungsdienst. Ein eingetragener Betrag steht damit fest – ändert er sich, erstellen Sie einen neuen Code. Diese Website verarbeitet keine Zahlungen und sieht sie nicht; die Überweisung läuft in der Banking-App des Zahlenden.
Die IBAN wird vor dem Erstellen des Codes bereinigt und geprüft: Leerzeichen werden entfernt, Buchstaben großgeschrieben, die Länge wird mit dem Land abgeglichen und die Prüfziffern werden nach dem Modulo-97-Verfahren kontrolliert. Ein Verwendungszweck, der eine gültige Gläubigerreferenz nach ISO 11649 ist (RF gefolgt von Prüfziffern), landet automatisch im strukturierten Feld; jeder andere Text im unstrukturierten Feld.
Wo er hilft
- Eine Freiberuflerin oder ein kleines Unternehmen druckt den Code auf die Rechnung neben die Bankverbindung – die Rechnung mit QR-Code lässt sich bezahlen, ohne die IBAN abzutippen.
- Ein Verein setzt einen Code mit dem Jahresbeitrag und einem Verwendungszweck wie Mitgliedsbeitrag 2026 auf das Schreiben an seine Mitglieder.
- Ein Vermieter gibt Mietern einen Code für die Miete, mit Betrag und dem Verwendungszweck, der auf dem Kontoauszug stehen soll.
- Eine Hilfsorganisation oder Kirchengemeinde zeigt einen Spendencode ohne Betrag auf einem Plakat oder im Gemeindebrief.
Tipps vor dem Druck
- Der BIC ist für SEPA-Überweisungen innerhalb der EU seit Version 002 optional. Lassen Sie ihn leer, sofern Ihre Bank ihn nicht verlangt.
- Halten Sie den Verwendungszweck aussagekräftig, aber kurz: Rechnungsnummer oder Kundennummer sind das, wonach Sie später auf dem Kontoauszug suchen.
- Schreiben Sie den Betrag mit Punkt oder Komma; beides wird akzeptiert und im Code als EUR49.90 abgelegt. In diesem Format sind nur Euro-Beträge möglich.
- Scannen Sie den Code vor dem Druck mit Ihrer eigenen Banking-App. Stimmen IBAN oder Name nicht mit Ihrem Konto überein, korrigieren Sie den Tippfehler jetzt.